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Falls dies die erste Seite ist, auf die Sie von einer Suchmaschine geleitet wurden, dann empfehlen wir, zuerst unsere homepage zu besuchen: www.teilungsversteigerung.net

Inwieweit können Anwälte Ihnen bei der Teilungsversteigerung helfen?

Rechnen Sie doch einmal selbst: 

In Deutschland gibt es ca. 140.000 Rechtsanwälte (genau kennen wir die Zahl auch nicht). Und es gibt zwar ca. 80.000 Zwangsversteigerungen pro Jahr, darunter sind aber nur ca. 2500 Teilungsversteigerungen pro Jahr. Das heißt mit anderen Worten, dass jeder Rechtsanwalt im Schnitt alle 56 Jahre eine Teilungsversteigerung bearbeitet (oder eben in seinem aktiven Leben nie). Daraus können Sie ableiten, wie es um die Erfahrung der Anwälte mit Teilungsversteigerungen bestellt sein wird. In der Regel wird ein Anwalt also keinerlei Erfahrung mit einer Teilungsversteigerung haben. Wenn er ein guter Anwalt ist, dann wird er vermutlich so viel zu tun haben, dass er auch keine Zeit findet, sich mit diesem für ihn völlig neuen Gebiet intensiv bzw. ausreichend zu befassen. Selbst wenn er Ihr Mandat also annimmt (was er dann eigentlich nach seinem Standesrecht nicht tun sollte *), aber vermutlich trotzdem tun wird), wird er Ihnen vermutlich keine große Hilfe sein können -selbst wenn er sich redlich Mühe gibt.

*) "3.1.3. Der Rechtsanwalt hat ein Mandat abzulehnen, wenn er weiß oder wissen muss, dass es ihm an den erforderlichen Kenntnissen fehlt, es sei denn, er arbeitet mit einem Rechtsanwalt zusammen, der diese Kenntnisse besitzt." (aus Berufsregeln der Rechtsanwälte der Europäischen Union)

Damit wollen wir nun keineswegs alle Anwälte verteufeln. Wenn Sie schon einen Anwalt haben sollten, so raten wir Ihnen sogar dazu, es dabei  zu belassen. Dies aus zwei Gründen: 

  1. Seine Gebühren sind wahrscheinlich sowieso schon weitgehend angefallen, dann kann er auch seinen Job genau so gut weitermachen.
  2. Er kann Ihnen auf jeden Fall insoweit  hilfreich sein, als er wahrscheinlich als nicht Betroffener einen kühlen Kopf behalten kann und Sie insoweit bei dem Versteigerungstermin unterstützen kann, wenn Sie vor lauter Aufregung überhaupt nicht mehr klar denken können.
Sie sollten Ihrem Anwalt auch nicht böse sein, wenn er  Ihnen von den Möglichkeiten, die sich Ihnen eröffnen, und die wir Ihnen hier angerissen haben, bislang noch nichts gesagt haben sollte. Ihr Anwalt wird sich vermutlich nach besten Kräften darum bemühen, Sie so gut er es kann zu beraten. Nur hat er womöglich eben nicht die Erfahrung, alle Möglichkeiten zu kennen, die das Zwangsversteigerungsrecht so bietet.

Übrigens können die von uns empfohlenen Anwälte aus Irland und USA auch mit Ihrem Anwalt zusammenarbeiten - so kann das durchaus ganz gedeihlich werden. Die Anwälte aus Irland und USA werden nämlich nicht zu Ihrem Versteigerungstermin nach Deutschland anreisen, sondern werden Ihnen die Beratung - soweit von Ihnen gewünscht - in schriftlicher Form zukommen lassen.

Wenn Sie nun noch einen Anwalt suchen sollten, so stehen Sie allerdings vor einer nicht ganz leichten Aufgabe. Es gibt natürlich Anwälte, die auf dem Gebiet der Teilungsversteigerung einige Erfahrung haben. Zu nennen wäre hier z.B. die Sozietät Breiholdt & Breiholdt in Hamburg oder die Kanzlei Dr. Kogel aus Aachen.

Es gibt aber auch Anwälte, die für sich werben und von sich behaupten, über Erfahrung speziell auf dem Gebiet der Teilungsversteigerung zu verfügen. Nur können Sie leider nicht unbedingt auf diese Selbst-Aussage dieser Anwälte vertrauen. Es gibt z.B. einen Anwalt in Frankfurt, der eben dies von sich behauptet, der aber gleichzeitig auf seiner Internetseite die völlige Unkenntnis des Zwangsversteigerungsrechts offenbart, indem er  die Grenze des § 74a ZVG für den Antrag auf Versagung des Zuschlags bei 75% des Verkehrswerts ansetzt (richtig sind 70%). Übrigens taucht der von ihm ins Internet gestellte Text noch wörtlich auf verschiedenen anderen Internetseiten auf - entweder hat er dort abgeschrieben oder andere haben von ihm abgeschrieben. Wir wollen Ihnen seinen Namen an dieser Stelle nicht nennen. Sie werden es schon selbst herausfinden. Ebenso gibt es in Köln einen Anwalt, der ebenfalls von sich behauptet, Experte auf dem Gebiet der Teilungsversteigerung zu sein. Er lässt jedoch verlauten, in der Teilungsversteigerung hätten die Alteigentümer keine Möglichkeit, die Regelung des § 74a ZVG für sich in Anspruch zu nehmen - was leider völlig falsch ist. Auch seinen Namen nennen wir Ihnen wohl besser nicht.

Daneben haben die Anwälte aus Deutschland leider alle ein Manko: Das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (früher Bundesrechtsanwaltsgebührenordnung), welches Ihnen (in Verbindung mit ihrem Standesrecht) vorschreibt, ihre Gebühren unanhängig von dem erzielten Erfolg zu erheben. Das bedeutet, er bekommt die gleichen Gebühren unabhängig davon, ob seine Beratung auch nur irgendeinen Nutzen für Sie hat. Der Leistungsanreiz für den Anwalt, Sie im Hinblick auf den angestrebten Erfolg möglichst optimal zu beraten, ist also nicht sonderlich ausgeprägt.

Übrigens: Sie sind nicht verpflichtet, sich im Rahmen des Teilungsversteigerungsverfahrens  eines Anwalts zu bedienen. Der Anwaltszwang gemäß § 78 ZPO (Zivilprozessordnung) - den wir übrigens für verfassungswidrig halten, doch das nur am Rande - setzt erst bei landgerichtlichen Verfahren ein. Die Teilungsversteigerung ist jedoch ein Verfahren am Amtsgericht. Sie können sich dort also durchaus auch selbst vertreten.
 

immoinrent Beratungsges. mbH | mail@teilungsversteigerung.net